Rätoromanisch auf dem Stimmzettel

Die SRR setzte sich dafür ein, dass die Abstimmungsunterlagen für nationale Vorlagen auch auf Rätoromanisch publiziert werden. Während Informationsbroschüren und Erläuterungen des Bundes schon seit Jahren in der vierten Landessprache verfügbar sind, fehlte bislang der eigentliche Stimmzettel.

Mit der eidgenössischen Abstimmung vom 28. September 2025 ist nun ein wichtiger Schritt erfolgt: Erstmals erhielten die rätoromanischsprachigen Stimmberechtigten in Graubünden auch den Stimmzettel in ihrer Sprache. Damit wird das Rätoromanische sichtbar gemacht und gleichwertig behandelt wie Deutsch, Französisch und Italienisch – ein bedeutendes Zeichen der Anerkennung und Teilhabe.

Ehemalige Bundeskanzlerin und gegenwärtige Präsidentin der SRR Corina Casanova betonte im Gespräch mit SRF, dass diese Entwicklung «ein Meilenstein für die sprachliche Gleichberechtigung» sei. Sie unterstreicht, dass die Präsenz des Rätoromanischen auf dem Stimmzettel nicht nur symbolischen Wert hat, sondern die Teilhabe der Sprecherinnen und Sprecher stärkt und die Vielfalt der Schweiz konkret sichtbar macht.