
Unsere Sammlungen
Il Questiunari Planta und Melcher/Pult – Fragen an die Sprachgemeinschaft

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelangten die DRG-Pioniere Robert von Planta und Florian Melcher zusammen mit Chasper Pult mit Fragebögen an die Sprachgemeinschaft. Darin baten sie um Antworten zu Wörtern, Redewendungen und Brauchtum. So entstand ein lebendiges, umfassendes Bild der Sprache unmittelbar aus dem Alltag der Menschen. Die handgeschriebenen Bögen werden im IDRG aufbewahrt – eine einzigartige und unersetzliche Quelle, die in die Artikel des DRG einfliesst.
La Cartoteca maistra – der Wortschatz auf zwei Millionen Zettel

Die Cartoteca maistra ist das Herzstück des IDRG. In ihr ist der gesamte Wortschatz des Bündnerromanischen alphabetisch geordnet. Die ständig erweiterte Kartothek umfasst an die zwei Millionen, teilweise noch handgeschriebene Zettel mit mündlichen und schriftlichen Belegen zu jedem Wort. Sie ist die Grundlage des DRG. Wer vor den hunderten von Schachteln steht, in denen die Zettel aufbewahrt werden, spürt förmlich, wie reich das Bündnerromanische ist.
La Fototeca – Bilder erzählen Geschichte

Das IDRG pflegt ein Archiv mit historischen Fotografien: Dorfansichten, Menschen bei der Arbeit, Festlichkeiten und Portraits. Jede Sammlung eröffnet einen besonderen Blick auf das Leben im alpinen Raum. Ein Teil der Bestände ist digital zugänglich in der Fototeca online – ein Fenster in die Vergangenheit Graubündens.
La Biblioteca – ein Ort des Wissens

Die Bibliothek des IDRG ist auf das Bündnerromanische und die mit ihm verwandten und ihm nahestehenden Sprachen spezialisiert. Man findet etwa alte Wörterbücher, Erbauungsliteratur aus den Anfängen der Verschriftlichung des Bündnerromanischen, umfangreiche Fachliteratur, Zeitungen und Kalender von einst und heute sowie Belletristik in allen Idiomen. Zudem verfügt die Bibliothek über Doubletten, die auf Anfrage erworben werden können. Manches ist rar oder vergriffen und nur bei uns zugänglich.
Das Rätische Namenbuch – wie Orte und Menschen heissen und weshalb

Über Jahrzehnte sammelten Robert von Planta und Andrea Schorta die Namen von Dörfern, Weilern, Fluren und Personen. Dieses Material floss in das Rätische Namenbuch ein, das die Bedeutung und die Herkunft der Namen erklärt. Das dreibändige Werk erschien in mehreren Etappen: Band 1 «Materialien» (1939/1979), Band 2 «Etymologien» (1964/1985) und Band 3 «Die Personennamen Graubündens» (1986). Das Werk zeigt, wie eng Sprache, Landschaft, Mensch und Geschichte miteinander verbunden sind.


