
Doppelfaszikel 201/202: mogul – mor I
Was bedeutet es, wenn jemand «Mon und Stierva hinunterwürgt»?
Wie heisst es, wenn man Kaffee mahlt: «mular café» oder «moler café»?
In welchem Zusammenhang wurde das Wort «Monster» für neugeborene Kinder verwendet?
Wer trug den Titel «Monsignur»?
Zu Beginn des Faszikels kann man einen ziemlichen Blödsinn treiben, indem man «MOIS, MUIS macht». Aber «MUIS haben» bedeutet, Lust auf etwas zu haben. Wer sich schon einmal gefragt hat, ob MOL im Sinne von ‘nass, weich’ etwas mit der musikalischen Moll-Tonart zu tun hat, soll die entsprechenden Artikel im DRG lesen. Die beiden grossen Verben MOLAR ‘schleifen’ und MOLLER ‘mahlen’ sorgen ein wenig für Kopfzerbrechen: Diese beiden Verben haben sich im Laufe der Zeit nämlich vermischt, so dass man im DRG auch Kommentare aus dem Jahr 1936 findet wie «Il caffe selai buca mular, vus stuein moler, sche vus leis guder el» (der Kaffee lässt sich nicht mular ‘schleifen’, ihr müsst in moler ‘mahlen’, wenn ihr ihn geniessen wollt). Und wie steht es um Redewendungen? Auch hier gibt es selbstverständlich so einiges, z.B. im Sinne von «sich eher zermahlen lassen, als den Falschen zu heiraten».

Über MOLESTA ‘Belästigung’ und MOLTA ‘Mörtel’ gelangt man mit der Lektüre an die surmeirischen Süssigkeiten, die MOMAS. Selbstverständlich gehört auch die Ortschaft Mon zu dieser Serie, mitsamt einigen Redewendungen: Wer beispielsweise grossen Hunger hat, «würgt Mon und Stierva hinunter». Über MONARCHische und MONASTische Artikel gelangt man zur Frage: Was kann alles eine MONDURA sein? Uniformen? Oder auch ein Fussballtrikot?
Nach dem MONITOR (der sowohl eine Sache als auch eine Person ist) kommt eine MONOTONe Serie im wahrsten Sinne des Wortes: Wörter wie Monozellular, Monokotyl, Monokultur, Monogamie, Monolog, Monopol, Monoxyd u.a. werden erläutert. Vielleicht hat der MONSIGNUR auch ab und zu eine MONSTRANZA (ein liturgisches Behältnis für die Hostie) in der Hand. Dieser Gegenstand hat nichts Monströses (MONSTRUUS) an sich, sondern hat mit dem Verb «mussar» ‘zeigen’ zu tun. Auch wenn Wörter wie die MOONBOOTS und der MOPS in der romanischen Sprache keine MONUMAINTS ‘Monumente’ bilden, werden auch diese im DRG dokumentiert.
Vorstellung des neuen Faszikels des DRG
Freitag, den 10. Oktober 2025, um 18:30 Uhr
Samstag, den 11. Oktober 2025, um 11:00 Uhr
«Momas, molotovs e montagner: Dapli che mo monologs.» – Michele L. Badilatti und Ursin Lutz sprechen mit Silvana Derungs über die neueste Wortserie von «mogul» bis «mor».


